Riesenrad weist den Weg zur Messe

Neunte Auflage der Gerlinger Messe findet vom 29. Juni bis 1. Juli statt

Das Riesenrad ist ein Wahrzeichen für die Gerlinger Messe geworden.

Rund 100 Unternehmen stellen von Freitag, 29. Juni, bis Sonntag, 1. Juli, in der Stadthalle, auf dem Rathausplatz und der Innenstadt sich, ihre Produkte und Dienstleistungen vor. Veranstalter ist auch bei der neunten Messe der Bund der Selbstständigen Gerlingen.

Den reizvollen Blick über das Messegelände und die Innenstadt können Interessierte bereits am Donnerstag ab 15 Uhr genießen. Denn dann startet die erste Fahrt des 34 Meter hohen Riesenrads und ab 17 Uhr treffen sich die Gerlinger zu einer der berühmten „After-Work-Partys“ des BDS, der für diese Idee bereits 2012 einen Preis gewann. Offiziell wird die Messe am Freitag, 29. Juni ab 13 Uhr im Zelt vor der Stadthalle eröffnet. Ehrengäste sind der Gerlinger Europaabgeordnete und Vizepräsident der EU Rainer Wieland sowie EU-Kommissar Günther Oettinger.

Die Ausstellung der lokalen Gewerke, Handel, Dienstleister und Selbstständigen wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm begleitet. Es ist gerade diese Mischung von „Volksfest“ und Leistungsschau inmitten einer Stadt, der den Reiz der Gerlinger Messe ausmacht. So tritt auf der Bühne am Rathausplatz die Schlagerband „Familie Hossa“ auf. „ Accoustic groove“ und „Shark “ heißen die beiden anderen Bands, die abends für gute Stimmung bei den Besuchern sorgen. Vereine stellen sich und ihre Arbeit vor. Für Kinder gibt eigene Angebote, die Gastronomen der Stadt locken mit Speis und Trank.

Seit rund eineinhalb Jahren wird geplant und organisiert. „Unsere Mitglieder haben unzählige ehrenamtliche Stunden investiert. Dieser Mehrwert zeigt sich bei der Messe auf dem Rathausplatz“, lobt Thomas Schimek das außerordentliche Engagement sein es Organisationsteams und der Mitglieder. Eine externe Messefirma, wie in anderen Kommunen, wollen die Gerlinger Selbstständigen nicht. „Weil wir uns auch keine Rechnungen schreiben“, erklärter. „Bürgerengagement kann man nicht kaufen“, ergänzt seine Stellvertreterin Monika Möhrle, die ebenso wie Schimek bedauert, dass der vor zweieinhalb Jahren gegründete Stadtmarketingverein „Mein Gerlingen“ sich nicht an der Messe-Organisation beteiligt. Man habe den BDS nach der Gründung des Stadtmarketingvereins totgesagt. „Das Gegenteil ist der Fall. Wir spüren Aufbruchsstimmung“, betont Möhrle. Das zeige auch die hohe Beteiligung durch lokale Unternehmen, argumentiert Schimek, der sich von dem großen Interesse der Unternehmen bestätigt sieht. Vier Wochen vor der Veranstaltung seien nur noch kleine Flächen in der Stadthalle frei.

Das Außengelände hätte der BDS mehrfach belegen können. „Wir wollen die ganze Stadt mitnehmen“, sagt er. Daher gebe es auch keinen Eintritt. Mehr als 20.000 Besucher bei der jüngsten Veranstaltung vor vier Jahren sehen das ebenso. Wegen der mit der Messe verbundenen Straßensperrungen sollten auswärtige Besucher die beschilderten Parkmöglichkeiten oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen.

Hendrik Krusch